Chlamydien Schnelltest – einfach und diskret

Wenn man das Wort „Geschlechtskrankheiten” hört, denken Sie vielleicht sofort an AIDS oder Syphilis, doch auch die sogenannten Chlamydien gehören dazu. In Deutschland ist diese Infektion sogar eine der am weitesten verbreiteten Krankheiten. Dies liegt auch vor allem daran, dass die Symptome sehr schwer zu erkennen sind. Worum genau handelt es sich bei dieser Infektion und wie kann man sich darauf testen lassen? Gewissheit verschafft ein Chlamydien Schnelltest.

Was sind Chlamydien?

Chlamydien sind eine ansteckende Geschlechtskrankheit. Umgangssprachlich sind damit alle Bakterienarten der Familie Chlamydiaceae gemeint. Am häufigsten meint man damit aber die Infektion der Harnwege und Geschlechtsorgane, welche durch die „Chlamydia trachomatis Serotyp D-K“ ausgelöst wird. Da Chlamydien oft unerkannt und damit auch unbehandelt bleiben, verbreiten sie sich sehr schnell. Damit zählt diese Erkrankung auch weltweit zu einer der häufigsten Geschlechtskrankheiten.

Wie kann man sich mit Chlamydien infizieren? Besteht eine erhöhte Ansteckungsgefahr?

Im Normalfall wird die Krankheit durch ungeschützten Geschlechtsverkehr übertragen. Liegt bei der Frau eine Infektion während der Schwangerschaft vor, können die Bakterien während der Geburt auch auf das Kind übertragen werden. Infolgedessen kann es beim Baby zu einer schweren Bindehautentzündung oder sogar zu einer Lungenentzündung kommen. Um Chlamydien vorzubeugen, sollten Sie beim Geschlechtsverkehr unbedingt Kondome verwenden; auch beim Oral- oder Analverkehr.

Chlamydien dringen über die Schleimhäute in den Körper des Menschen ein. Dies geht z. B. durch den/die:

  • Analbereich
  • Geschlechtsorgane
  • Harnwege
  • Augen
  • Atemwege
  • Rachen

Welche Symptome treten bei einer Infektion auf?

Die ersten Symptome zeigen sich bei einer Infektion durchschnittlich circa zwei bis sechs Wochen später. Oft sind diese jedoch kaum bemerkbar, weshalb die meisten Infektionen gar nicht erst erkannt werden. Aus diesem Grund ist diese Krankheit heute noch so weit verbreitet. In den meisten Fällen wird sie nämlich nicht behandelt. Dadurch können infizierte Männer oder Frauen die Bakterien ohne Wissen weiter übertragen. Die Symptome sind darüber hinaus unterschiedlich, was Männer und Frauen betrifft.

Zu Beginn leiden Frauen häufig an einer eitrigen Harnwegsentzündung. Diese äußert sich durch ein Brennen oder Jucken beim Wasserlassen sowie starken Ausfluss. Doch es kann auch zu starkem Fieber oder Unterleibsschmerzen kommen, wenn sich die Infektion bereits auf Eierstöcke, Eileiter oder Gebärmutterhals ausgebreitet hat.

Bei Männern kommt es zu Harnleiterentzündungen oder auch zu Nebenhodenentzündungen, auch wenn diese eher selten sind. Sie machen sich durch einen schleimigen bzw. eitrigen Ausfluss, Schmerzen, Jucken oder Brennen beim Wasserlassen bemerkbar.

Wie wird auf Chlamydien getestet?

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, um auf Chlamydien zu testen. Die Methoden, die am weitesten verbreitet sind, sind die Urintests und Bluttests. Außerdem unterscheidet man zwischen dem sogenannten direkten und indirekten Verfahren. Beim direkten Verfahren werden die Proben gezielt auf die Erreger untersucht. Beim indirekten Verfahren hingegen versucht man Antikörper gegen Chlamydiaceae nachzuweisen.

Kann ich den Test auch selbst durchführen?

Viele wollen bei einem Verdacht auf eine Infektion nicht sofort zum Arzt gehen. Mit einem Chlamydien Schnelltest können Sie sich diskret allein zuhause testen lassen. Ein solcher Test ist sehr bequem durchführbar; bereits nach 10-15 Minuten liegen die ersten Ergebnisse vor. Bei einem positiven Urin-Test verfärbt sich der Teststreifen schon nach kurzer Zeit.

Woher bekomme ich einen Schnelltest?

Einen solchen Chlamydien Test können Sie bei Ihrem Hausarzt, Gynäkologen oder im Krankenhaus durchführen lassen. Auch Apotheken führen die Tests teilweise in ihrem Sortiment. Wollen Sie anonym bleiben, können Sie sich auch einen Test im Internet bestellen. Achten Sie darauf, dass es unterschiedliche Tests für Frauen und Männer gibt und dass Sie nicht nur sich selbst, sondern auch Ihren Sexualpartner testen lassen.

Wie viel kostet der Test?

Beim Arzt kostet dieser ungefähr 30-130 Euro. Der endgültige Betrag hängt vom jeweiligen Umfang ab. Einen Test für zu Hause bekommen Sie ab circa 30 Euro, umfangreichere gibt es jedoch ab 90 Euro. Für Frauen unter 25 Jahren übernehmen viele Krankenkassen einmal jährlich die Kosten. Frauen, die sich auch später noch testen lassen wollen, müssen die Kosten selbst tragen. Männer müssen diesen ebenfalls selbst bezahlen. Nur wenn der Test ärztlich verordnet wurde, können die Kosten vollständig übernommen werden. Bestellen Sie einen Chlamydien Schnelltest im Internet, erhalten Sie diesen zu einem günstigeren Preis. Bei Amazon beispielsweise kostet ein Abstrich-Schnelltest ca. 16 €.

Was mache ich, wenn das Ergebnis positiv ist?

Sollte der Chlamydien Test positiv ausfallen, müssen Sie sich unbedingt in ärztliche Behandlung begeben. Einerseits wegen ihrer Gesundheit und andererseits zum Schutz anderer, die Sie infizieren könnten. In der Regel wird die Infektion medikamentös mithilfe von Antibiotika therapiert. Diese gehören meist der Gruppe der Tetrazykline oder Makrolide an. Chlamydien müssen unbedingt bekämpft werden. Haben sie sich erst auf die Eileiter und Eierstöcke ausgebreitet und dort eine Entzündung hervorgerufen, könnte sogar eine Unfruchtbarkeit die Folge sein. Wichtig bei der Therapie ist, dass Sie die Medikamente keinesfalls zu früh absetzen. Anderenfalls wurden eventuell noch nicht alle Bakterien abgetötet und die Erkrankung bricht erneut aus.

Achtung: Haben Sie sich mit Chlamydien infiziert, ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass Ihr Partner ebenso erkrankt ist. Wird dieser jedoch nicht behandelt, kann es sein, dass Sie sich immer wieder gegenseitig anstecken.

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Symptome bei Frauen

  • starken Ausfluss mit ungewöhnlichem Geruch und Färbung
  • Brennen und Jucken beim Wasserlassen
  • Zwischenblutungen
  • Schmerzen im Unterleib
  • Blutungen beim Sex

Symptome bei Männer

  • schleimig-eitriger Ausfluss
  • ziehende Schmerzen, Brennen und Jucken beim Wasserlassen
  • Schmerzen oder Schwellungen im Bereich der Hoden

Ansteckung

  • Tröpfcheninfektion (vaginale- oder Samen-Flüssigkeit)
  • Geschlechtsverkehr, Petting oder Vorspiel
  • Sexspielzeug
  • über die Hand in die Augen
  • Übertragung bei der Entbindung an das Kind